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Warnmeldung Ackerbau Nr. 14

Datum: 26.06.2018

Durchsage vom 26.06.2018 Nr. 14

Wir informieren Sie über Kalkdüngung, Zuckerrüben und Windenbekämpfung

Kalkdüngung:

Nach der Getreideernte ist der beste Zeitpunkt für die Ausbringung von Düngekalk. Der pH- Wert ist kein Indikator für den pflanzenverfügbaren Kalk. Ein Test mit Salzsäure erleichtert die Entscheidung über einen Bedarf. Im Zweifelsfall Beratung anfordern.

Zuckerrüben:

Auf einem unserer Kontrollschläge haben wir die Schadschwelle von 5% befallenen Blättern überschritten. Kontrollieren Sie Ihre Zuckerrübenschläge am besten zwei Mal pro Woche auf Blattkrankheiten. Bei Überschreitung der Schadschwelle unverzüglich eine Behandlung in den Morgenstunden durchführen. Reduzieren Sie die Wasseraufwandmenge nicht unter 300 Liter/ha. Im zurückliegenden Jahr wurden bei uns im Dienstbezirk resistente Blattflecken gegenüber Strobilurinen nachgewiesen. Aus diesem Grund darf keine Reduzierung des Azolpartners bei Mischungen vorgenommen werden. Bei Soloprodukten generell die volle zugelassene Aufwandmenge anwenden. Das Mittel Spyrale muss in dieser Saison aufgebraucht werden.

Werden die Schossrüben jetzt entfernt, müssen sie noch nicht aus dem Bestand getragen werden.

In diesem Jahr sieht man verstärkt das Auftreten von Samtpappel Pflanzen. Diese haben zum Teil schon Samenkapseln gebildet. Daher müssen die Pflanzen aus den Beständen getragen und ordnungsgemäß entsorgt werden.

Windenbekämpfung:

Wie in jedem Jahr werden jetzt vor der Getreideernte in den Beständen die Winden sichtbar. Da die Bekämpfung in vielen Kulturen nicht einfach ist, sollte diese Maßnahme auf der Getreidestoppel durchgeführt werden. Im Idealfall wird das Stroh geräumt oder sehr kurz gehäckselt. Führen Sie keine oder nur eine sehr flache Bodenbearbeitung durch und warten Sie mit der Spritzung, bis die Winde wieder genügend Blattmasse gebildet hat. Eine Trieblänge von 20 cm, besser 50 cm ist anzustreben. Zugelassen sind Starane XL und Kyleo. Führen Sie die nachfolgende Bodenbearbeitung erst durch, wenn die Winden braun/schwarz werden. Eine Einwirkungszeit von mindestens 6 Wochen wird empfohlen.

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