Service-Navigation

Suchfunktion

Warnmeldung Ackerbau Nr. 19

Datum: 17.09.2018

 



Durchsage vom 17.09.2018 Nr. 19

 

Wir informieren Sie über Winterraps, Ausfallgetreide, Bodenbearbeitung nach Mais und Getreideaussaat

Winterraps:

Die Rapsentwicklung im Dienstbezirk präsentiert sich je nach Niederschlagsereignis von nicht gekeimt bis zu vier Laubblättern. Falls noch nicht geschehen, ist die Bekämpfung des Ausfallgetreides sehr wichtig, um das Überleben der Rapspflanzen bei der weiter anhaltenden Trockenheit zu gewährleisten. Auf eine Unkrautbekämpfung sollte nach wie vor verzichtet werden, wenn nicht sichergestellt ist, dass genügend Rapspflanzen für einen guten Bestand aufgelaufen sind. Im Zweifelsfall Beratung anfordern.

Kontrollieren Sie die Bestände auf den Loch Fraß der Erdflöhe. Die Schadschwelle liegt bei 10% zerstörter Blattfläche bzw. 50 Käfer je Gelbschale in drei Wochen. Gefährdet sind vor allem Schläge, die neben Altrapsbeständen liegen. Bitte in sehr kurzen Abständen kontrollieren.

Wenige Bestände werden ab dem kommenden Wochenende bereits 80% der Oberfläche bedeckt haben und sich im vier bis sechs Blatt Stadium befinden. Dies ist der richtige Zeitpunkt für den Einsatz eines wachstumsregulierenden Fungizides. Beachten Sie aber bitte, dass bei weiterhin anhaltender Trockenheit die Aufwandmenge je nach Leistung auf die Wuchsregulierung auf 40 bis 60% der normalen Aufwandmenge gekürzt werden sollte um Schäden zu vermeiden. Die Zumischung eines Bordüngers ist bei der Trockenheit besonders wichtig. Ebenso ist Mangan schlecht verfügbar. Sollten Sie Mangan Nitrat verwenden bitte keine Mischungen mit Bordünger durchführen. Fordern Sie auch hier im Zweifelsfall eine Beratung an.

Ausfallgetreide/Ausfallraps

Um vor allem die Verzwergungsviren in Schach zu halten, sollte in den nächsten Tagen das Ausfallgetreide mechanisch bekämpft werden. Auf den Einsatz von Glyphosat kann in diesem Jahr in der Regel verzichtet werden. Das gleiche gilt für die Bekämpfung von Ausfallraps.

Bodenbearbeitung nach Mais:

Auch in diesem Jahr gibt es wieder verstärkten Befall mit Maiszünsler. Obwohl die Witterung keinen Arbeitsstau in der Außenwirtschaft verursacht sieht man nach der Ernte immer noch nicht bearbeitet Maisstoppeln. Zur Reduzierung der Maiszünslerlarven ist es wichtig unmittelbar nach der Ernte die Stoppeln zu zerkleinern, da die Larve sich sonst in den Wurzelballen zurückzieht. Stellen Sie Ihr Mulchgerät möglichst tief ein und fahren Sie langsam, damit ein hoher Zerkleinerungsgrad erreicht wird. Diese Maßnahme verringert auch das Fusariumrisiko der Folgefrucht.

Getreideaussaat:

Folgt in diesem Herbst Getreide nach Getreide sollten Sie beachten, dass bis jetzt noch nicht das gesamte Ausfallgetreide aufgelaufen ist. Problematisch könne dies z.B. beim Anbau von Winterbraugerste nach Winterweizen werden. Versuchen Sie nach Möglichkeit die Aussaat etwas später durchzuführen.

Fußleiste