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Stoppelbearbeitung ist Saatbettbereitung !

Stoppelbearbeitung ist (vor allem bei nicht-wendender, konservierender Bodenbearbeitung ) kein Arbeitsgang, der nur nebenher oder irgendwie bewältigt werden kann, denn in der Stoppelbearbeitung wird schon der Grundstein gelegt für Erfolg oder Misserfolg der nächsten Kultur. Sie muss um so sorgfältiger durchgeführt werden, je enger die Fruchtfolge gestaltet wird und je mehr Wert auf einen wirtschaftlichen Ackerbau gelegt wird.

Die Stoppelbearbeitung soll
  1. die Übertragung (vor allem von Wurzelkrankheiten) von einer Hauptkultur auf die nächste verhindern. Wenn die Anbaupausen zwischen den Kulturen immer kürzer werden, ist die Unterbrechung der "grünen Brücke" eine notwendige Maßnahme der Bodenhygiene.
  2. ein schnelles und gleichmäßiges Auflaufen des Ausfallgetreides und der Unkräuter gewährleisten, damit diese bekämpft werden können.
  3. die Strohrotte fördern, denn viele Krankheiten werden über das Stroh übertragen. Hier ist eine gleichmäßige Verteilung des Strohs und ein hoher Spleißgrad schon vom Mähdrescher her Voraussetzung. Falls der Mähdrescher diese Arbeit nicht liefert, sollte zusätzlich gemulcht werden.
  4. durch eine Brechung der obersten Bodenschicht das Austrocknen des Bodens verhindern.
Flott, flach, fest und fein soll die Stoppelbearbeitung sein                                    
  • Flott nach dem Drusch muss die Bearbeitung erfolgen, um die Gare auszunutzen. Abgemähte Stoppeln wirken wie Lampendochte und ein ausgetrockneter Boden wird nicht mehr fein.
  • Flach bedeutet, dass eine Bearbeitungstiefe von 5 cm angestrebt wird, um auch Flachkeimer wie die Trespe, die uns zunehmend Schwierigkeiten macht, zum Keimen zu bringen und nicht zu vergraben.
  • Fest soll die Stoppelbearbeitung sein, damit alle Samen guten Bodenkontakt bekommen und schnell auflaufen. Ein
  • Fein es Saatbett erleichtert den Bodenschluss, sorgt dafür, dass die Ackerschnecken keine Hohlräume zum Überleben finden und fördert die Strohrotte, weil viel Stroh in Kontakt mit den Bodenbakterien kommt (gute Durchmischung).

Die Landtechnikhersteller haben sich dieser Herausforderung gestellt, Versuche wurden (z.B. im Raum Sinsheim) angestellt. Dabei hat sich gezeigt, dass schon viel ohne teure Technik geht. Allerdings ist der Grubber nicht mehr automatisch das Gerät der Wahl (Bearbeitungstiefe !). Fragen Sie Ihre Berater bei den Lagerhäusern, den Ämtern für Landwirtschaft und den Ackerbau-Beratungsdiensten.

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